30. September 2017

Internationaler Übersetzertag

Hieronymustag

Ganz so wie im Bild dargestellt, sind die Arbeitsbedingungen von uns Übersetzer*innen heute zum Glück nicht mehr. Das Bild von Caravaggio zeigt den heiligen Hieronymus, einen der vier Kirchenväter, der unter anderem das alte und neue Testament ins gesprochene Latein übersetzte. 1954 rief die FIT (Fédération internationale des traducteurs) 30. September, der Todestag des heiligen Hieronymus, als Übersetzertag ins Leben und weitete ihn 1991 dann zum Internationalen Übersetzertag aus.
 
Am 24. Mai 2017 verabschiedete die UNO-Generalversammlung die Resolution A/RES/71/288 und erklärt darin den 30. September zum Internationalen Übersetzertag. In dieser Resolution wird die Bedeutung professioneller Übersetzungen in den folgenden vier Bereichen anerkannt:

  • Vernetzung von Nationen
  • Friedensförderung
  • gegenseitiges Verständnis
  • gesellschaftliche Entwicklung

Klingt groß, ist es auch
 
Der Kern dieser vier großen Themen ist Kommunikation. Übersetzer*innen sorgen meistens als winziges Rädchen in einer großen Maschinerie dafür, dass diese Kommunikation überhaupt erst möglich ist. Denn man kann schließlich nur erfolgreich miteinander kommunizieren, wenn das Gesendete vom Empfangenden auch richtig verstanden wird. Dabei geht es nicht nur um die Übersetzung der einzelnen Worte in die andere Sprache, sondern auch um die Übertragung des kulturellen Kontexts.
 
Daher ist es wichtig, dass die Arbeit von Übersetzer*innen, insbesondere an solchen Tagen, für die Welt sichtbar gemacht wird. Die Berufsverbände für Übersetzer*innen, wie zum Beispiel der BDÜ (Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer), initiieren häufig besondere öffentlichkeitswirksame Aktionen oder Veranstaltungen.
 
Der internationale Übersetzertag sorgt unter Einzelübersetzer*innen, die oftmals alleine im stillen Kämmerlein arbeiten, für so etwas wie ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Gleichzeitig bietet dieser Tag eine Plattform, die Anliegen von Übersetzer*innen und Dolmetscher*innen in die Öffentlichkeit zu tragen.

Zurück zur Übersicht